Ich laufe los – Räume entstehen, wenn jemand die Tür öffnet

Eigentlich sollte mein Podcast schon einen Tag früher erscheinen.

Schließlich hatte mich Leonore in ihrem Podcast gefragt, was ich denn bräuchte um loszulegen. Und ich hatte mich committed – innerlich jedenfalls.

Und trotzdem passierte nichts.

Das Thema stand fest. Ich hatte mir Notizen gemacht. Ich hatte mich vorbereitet, geplant, formuliert und gedanklich bereits unzählige Male aufgenommen.

Je länger ich mich vorbereitete, desto weniger veröffentlichte ich.

Statt meinen Podcast aufzunehmen, beschäftigte ich mich mit Zweifeln. Mit Fragen. Mit dem Gefühl, noch nicht bereit zu sein. Meine innere Kritikerin hatte Hochkonjunktur.

Sie fand zuverlässig neue Gründe, warum es noch nicht der richtige Zeitpunkt sei.

Nicht richtig vorbereitet. Nicht klar genug. Nicht professionell genug. Nicht perfekt genug.

Irgendwann wurde mir klar: Ich arbeitete längst nicht mehr an meinem Podcast.

Ich arbeitete vor allem daran, ihn nicht veröffentlichen zu müssen.

https://open.spotify.com/episode/0gIjKbfVlDV100npNyCpCY

Als ich beschloss, trotzdem loszugehen

An einem Montag setzte ich mich schließlich hin und drückte auf Aufnahme.

Nicht am geplanten Sonntag. Nicht perfekt vorbereitet. Immer noch nicht mit perfekter Technik. Nicht mit der Stimme, die ich gerne gehabt hätte. Nicht mit einem ausformulierten Skript.

Sondern genau so, wie ich in diesem Moment war.

Ich nahm die erste Folge nicht für meine zukünftigen Hörerinnen auf. Ich nahm sie für meine innere Kritikerin auf.

Während ich sprach, geschah etwas Interessantes: Die Energie, die vorher in Perfektionismus und Selbstzweifeln festhing, kam plötzlich in Bewegung.

Es ging nicht mehr darum, alles richtig zu machen. Es ging darum, anzufangen. Es ging darum, mich zu zeigen.

Warum ich Holy Souly Sisterhood gegründet habe

Der Wunsch nach diesem Podcast begleitet mich schon seit Jahren.

Frauenverbindungen haben mein Leben geprägt. Ich habe das große Glück, wunderbare Schwestern zu haben. Mit ihnen kann ich Gespräche führen, die tief gehen. Gespräche, in denen man sich zeigt. Gespräche, die etwas in Bewegung bringen.

Diese Erfahrung habe ich aber nicht nur mit meinen Schwestern gemacht. Ich habe sie mit Freundinnen erlebt. Mit Klientinnen.

Manchmal sogar mit Frauen, die ich gerade erst kennengelernt hatte.

Immer dann, wenn ein Raum entstand, in dem niemand bewertet wurde. Ein Raum, in dem man ehrlich sein durfte. Ein Raum, in dem echtes Zuhören wichtiger war als schnelle Lösungen.

Genau solche Räume liebe ich.

Und genau solche Räume wünsche ich mir auch für diesen Podcast.

Die Angst vor Kritik

Während der Aufnahme wurde mir noch etwas bewusst:

Es wird immer Menschen geben, die etwas kritisch sehen. Und die etwas ganz anders gemacht hätten.

Es wird immer Menschen geben, die anderer Meinung sind.

Lange Zeit habe ich versucht, solche Reaktionen zu vermeiden. Und mich verbogen, weil ich vermeintliche Gedanken gelesen hab, die es so nur in meiner Fantasie gab, und mich dann danach ausgerichtet hab in meinem Reden und Handeln. Wahnsinnig anstrengend. Kennst du ja.

Heute weiß ich, dass das unmöglich ist. Ich kann nicht beeinflussen, was andere über mich denken. Ich kann nicht alle Erwartungen erfüllen.

Und ich kann nicht die Fantasien erfüllen, die andere Menschen über mich haben.

Aber ich kann mich zeigen. Und ich kann sagen, was ich wirklich denke. Ich kann darauf vertrauen, dass meine Worte die Menschen erreichen, für die sie bestimmt sind.

Frauen stärken Frauen

Einer der Gründe für Holy Souly Sisterhood ist meine tiefe Überzeugung, dass Frauen sich gegenseitig stärken können.

Wir tragen Erfahrungen in uns, die viele andere Frauen ebenfalls kennen.

Freundschaft. Partnerschaft. Mutterschaft. Krankheit. Veränderung. Neubeginn. Spiritualität.

Die Suche nach dem eigenen Weg.

Wenn wir darüber sprechen, entsteht Verbindung. Wenn wir einander zuhören, entsteht Verständnis.

Und wenn wir uns gegenseitig unterstützen, entsteht Kraft.

Vielleicht mehr Kraft, als wir manchmal ahnen.

Heilige und seelische Themen

Der Name Holy Souly Sisterhood ist bewusst gewählt.

Das „Holy“ steht für die heiligen Themen unseres Lebens. Für die Fragen, die tiefer gehen als unser Alltag. Für Sinn, Vertrauen, Verbindung und Bewusstsein. Das „Souly“ erinnert mich daran, dass wir nicht nur Menschen sind, die ihren Alltag bewältigen. Wir sind ja auch Seele. Und wir machen nicht nur menschliche Erfahrungen.

Wir machen seelische Erfahrungen.

Und manchmal verändert sich nicht die Situation, in der wir uns befinden. Aber die Art, wie wir sie betrachten.

Und genau dort beginnt oft Heilung.

Ich glaube, dass wir Frauen eine besondere Fähigkeit besitzen, gemeinsam solche Räume zu öffnen.

Räume, in denen wir nicht funktionieren müssen. Räume, in denen wir nicht perfekt sein müssen. Räume, in denen wir uns erinnern dürfen, wer wir wirklich sind.

Räume entstehen, wenn jemand die Tür öffnet

Rückblickend war meine erste Podcastfolge gar nicht die Folge, die ich ursprünglich geplant hatte.

Sie wurde etwas viel Wertvolleres: Sie wurde eine Begegnung mit meiner inneren Kritikerin. Und sie wurde der Moment, in dem ich mich entschied, trotzdem loszugehen.

Heute glaube ich, dass viele schöne Dinge genau so entstehen. Obwohl nicht alles perfekt vorbereitet ist.

Obwohl nicht alle Zweifel verschwunden sind.

Und doch: Weil jemand die Tür öffnet.

Räume entstehen, wenn jemand die Tür öffnet.

Mit meinem Podcast habe ich genau das getan. Ich habe die Tür geöffnet.

Für Begegnungen. Für Gespräche. Für neue Gedanken. Für Wachstum. Für Tiefe. Für Schwesternschaft.

Und jetzt bin ich gespannt, wer eintritt.

offene tür

Willkommen bei Holy Souly Sisterhood

Ein Podcast für Frauen, die tiefer tauchen möchten. Für Frauen, die sich für persönliche Entwicklung, Bewusstsein, Spiritualität und echte Verbindung interessieren. Für Frauen, die sich erinnern möchten, dass sie ihren Weg nicht allein gehen müssen.

Ich freue mich, wenn du diesen Raum gemeinsam mit mir betrittst.

Herzlich willkommen.

Sophia 💜

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