Über sophia


Du bist hier, weil es Zeit ist, dir selbst wieder näher zu kommen.
Ich glaube daran, dass Weiblichkeit dort beginnt, wo wir aufhören zu funktionieren und anfangen, uns selbst zu spüren.

Lass uns reden

Meine Reise zu mir

Verwurzelt in mir

Ich bin aus einer großen Familie mit drei Geschwistern und einem afrikanischen Vater, und das zu einer Zeit, in der das alles andere als normal war. Wie wir aussahen, wenn wir das Haus verließen, war wichtig: ordentlich gekleidet, gut frisiert und freundlich bleiben, auch wenn die Außenwelt dem „Ausländerkind“ anders begegnet. Es hat mich geschult, andere Menschen vor allem wahrzunehmen: Erst einmal zu schauen, zu fühlen und zu lauschen, wenn mir Menschen und Situationen begegnen, gibt mir Sicherheit und Zeit in Ruhe eine gleich-wertige Haltung zu entwickeln. Ich habe Gruppendynamik von meiner Rolle als Beobachtende aus früh verstanden und mich so positioniert, dass ich nicht das Opfer bin, und eher versucht, auf die Gruppe balancierend zu wirken. Schon früh interessierten mich unterschiedliche Kulturen und psychologische Prozesse, wie man wird, wer man ist, und warum die Welt ist, wie sie ist.

Dazu kam das Leben selbst: Erfahrung im Umgang mit Veränderungsprozessen durch die eigene Auseinandersetzung mit den Rollen der Weiblichkeit – Tochter, Schwester, Ehefrau , Mutter -, mit mehr und stimmig immer weniger Anpassung, und durch die Auseinandersetzung mit Körperlichkeit in diesen Phasen: Wie kann ich klar kommen mit den Themen Hautfarbe, Afro statt blonder Pferdeschwanz, für’s Ballett zu groß statt zierlich, schwanger, stillend, wieder schwanger, mal dick, mal dünn, bis zu behindert im Rollstuhl sitzend statt tanzend beim Abschlussball meiner Töchter.

In tiefem Vertrauen in das Leben selbst, im Glauben an Führung durch die Ur-Sache entscheide ich mich immer wieder, hier zu sein – präsent und offen für Erfahrungen aller Art zu bleiben: Ich mute mir das Leben zu und wachse mit meinen Aufgaben.

sophia pierer von esch

Mein Weg

Woher komme ich?
Nach der Schule wollte ich zunächst meinem Herzen folgen und begann eine Tanzausbildung, die ich aufgrund einer noch nicht diagnostizierten Multiplen Sklerose nach einem Jahr abbrechen musste. Mit gebrochenem Herzen studierte ich nun stattdessen Jura und unterrichtete parallel dazu Jazzdance und Kindertanz.

Im Referendariat heiratete ich und bekam Zwillinge.
Mit dem jetzt aufgetretenen zweiten Schub der MS wurde mir die Diagnose gestellt.
In den folgenden Jahren bekam ich mein drittes Kind, unser viertes Kind rundete die Familie ab.
Jetzt vertiefte ich meine Kenntnisse in Yoga, machte eine zertifizierte Ausbildung in Mediation und Coaching und spezialisierte mich durch eine Ausbildung bei Klaus Wienert auf Systemkinesiologie, um vor allem Frauen bei den familiären und persönlichen Themen des Lebens zu unterstützen.

Dabei verbinde ich meine vielfältigen Erfahrungen aus Tanz und Yoga, Recht und Mediation und natürlich dem Leben selbst mit verschiedenen tools zu einem stimmigen kinesiologischen Coaching.
Mein Umgang mit der Diagnose MS und meine daraus entwickelte Sichtweise auf das Leben fließen in meine Arbeitsweise mit ein:  Ich freue mich, Menschen auf ihrem Weg zu begleiten.

Meine Challenge

Seit fast 30 Jahren lebe ich mit der Krankheit Multiple Sklerose, meinem persönliches Medizinstudium: zunächst mit wenig Symptomen, zuletzt mit starken Spastiken, die mit Botoxinjektionen unterdrückt werden.
Immer wieder hab ich Schmerzen, zeigt mein Körper Symptome, mit denen man eigentlich kaum klarkommen kann.
Ich hab mich irgendwann entschieden, dass das zu mir und meinem Leben gehört. Und als solches Thema bekommt es die nötige Aufmerksamkeit, aber nicht mehr: Es ist nicht wichtiger als alles andere in meinem Leben, und daher gibt es auch keinen Grund, deswegen unglücklich zu sein. Klar hab ich auch mal einen schwierigen Tag, aber meine Antwort auf die Frage: „Wie geht es Dir?“ wird immer „Gut.“ lauten: Weil es so ist.